Event-Fotografie A. Tofahrn

Das Raw-Format

Viele Kameras erlauben, die aufgenommenen Bilder im sogenannten Roh-Format (RAW) zu speichern. Der Nachteil von diesem Format ist, daß man es nur in speziellen Anwendungen oder passenden Tools verarbeiten kann. Für das Nikon-NEF-Format gibt es glücklicherweise ein Photoshop-Plugin, sodaß sich auch die Roh-Dateien in den normalen Workflow einreihen.
Quelle JPG-Datei (normal). Quelle NEF-Datei.
Ersteinmal vorab: In den meisten Situationen kommt man prima ohne das RAW-Format aus. Wenn Bilder für die Präsentation am Computer-Monitor oder für kleinere Abzüge das Ziel sind, braucht man sich wirklich nicht mit der komplexeren Verarbeitung von RAW-Bildern auseinanderzusetzen.
Natürlich gibt es auch Situationen, in welchen man durch Einsatz des Raw-Formates ein teilweise deutlich besseres Endergebnis erreichen kann.
Ein Argument für ein Raw-Format ist die höhere Farbtiefe. Im Gegensatz zum üblichen JPG-Format werden bei Nikon in der NEF-Datei 12 Bit pro Farb-Kanal gespeichert. Dadurch lassen sich später auch umfangreiche Kontrast- und Farb-Korrekturen vornehmen, ohne daß hässliche Artefakte entstehen.
Ein anderes Argument ist die fehlende Kompression. Vor allem die D70 hat eine hässliche Angewohnheit, daß die drei Speichermodi für JPG-Dateien nicht qualitativ sondern quantitativ wirken. Dadurch hat man abhängig von der Speichermethode (Basic, Normal, Fine) halbwegs konstante Dateigrößen. Wird der Bild-Inhalt komplizierter, wie z.B. oben bei den feinen Baum-Strukturen, verliert man letztendlich Auflösungs-Qualität.
Für die meisten Aufnahmen ist das JPEG-Format in der Normal-Einstellung völlig ausreichend. Befinden sich im Bild vorwiegend feine Strukturen, sollte man dann allerdings die Speicherqualität erhöhen, um nicht die Auflösung zu verlieren.
© 2004-2006, A. Tofahrn